„Identitäten in Köln“

Projekt der Lehrkräfte für den Herkunftssprachlichen Unterricht in den Sprachen Farsi, Griechisch, Italienisch, Kroatisch, Romanes, Russisch, Serbisch, Spanisch und Türkisch
Kooperationsprojekt des ZMI-Zentrums für Mehrsprachigkeit und Integration und des Museumsdienstes Köln.

Das im Museum Ludwig (kurz das LUDWIG) im Laufe eines Tages viele Sprachen gesprochen werden, ist evident, das dort in einem einzigen Raum zeitgleich neben Deutsch auch Griechisch, Italienisch, Spanisch, Türkisch, Persisch, Romanes, Kroatisch, Russisch und Serbisch als Sprachen präsent sind dürfte wohl seltener der Fall sein.

So geschehen gestern im LUDWIG im Studienraum auf der ersten Etage, wo die fotografischen Ergebnisse des Projektes: „Identitäten in Köln“ an der Wand hingen. „Ein Schulhalbjahr lang hatten sich 99 Schülerinnen und Schüler aus 9 verschiedenen Herkunftssprachen mit der Fragestellung beschäftigt, wie sich ihre Identität vor dem Hintergrund einer deutschen Lebenswelt mit Anteilen ihrer Herkunftskultur fotografisch darstellen lässt.“

Das sich die Lehrer und Schüler bei dieser nun sicherlich nicht leichten Aufgabenstellung Anregung im Museum Ludwig (Candida Höfer), selbst holten ist auch noch naheliegend. Dass sie sich darüber hinaus von einem bekannten Fotografen Kölns, nämlich Maurice Cox in der fotografischen Kunst unterrichteten ließen, scheint mir dann doch außergewöhnlich und ist den Arbeiten positiv anzusehen. Zeigt aber auch die Ernsthaftigkeit und das Engagement mit der solche Projekte angegangen werden.

Hervorragend gelöst hatte Aufgabe die 12. jährige Eleni, Schülerin von Sophia Georgallidis, die mit ihrer Arbeit einem Stillleben aus der heimischen Küche mit zu den 10 Besten Arbeiten beitrug und die griechische Sprachgruppe vertrat.

Hervorragend deshalb, weil nirgendwo anders als in der alltäglichen und vertrauten Umgebung sich die Identität und Lebensgewohnheiten der Bewohner offenbart. Eine Blumenvase, Flagge, eine Ikone. eine Papierrolle, Mixer und Wasserflasche vom Discounter.

Die Ausstellung ist noch bis zum 14. Oktober zu sehen.
© Jürgen Rompf