WUT – ENTTÄUSCHUNG – HOFFNUNG – Bilder aus Athen

Fotoaustellung-Programm-titelbild-2_klDokumentation zur Fotoausstellung
vom 9. Juni bis 29. Juni 2013

WUT – ENTTÄUSCHUNG – HOFFNUNG
Bilder aus Athen
K.T. Blumberg ·Dieter Seitz

In Zusammenarbeit mit: Galerie Ruhnke, Galerie für zeitgenössische moderne Kunst, Berlin, im Kunsthaus Rhenania, Köln

 

 

 


Die Ausstellung


Über die Ausstellung

von Wolfgang Zurborn, Köln
Die Ausstellung zeigt künstlerisch-dokumentarische Fotografien der gegenwärtigen griechischen Krise – Szenen aus dem Alltag, Portraits von Menschen, Aktionen des Widerstands, Stadtbilder zwischen Verfall und Reichtum sowie Bildkompositionen, die Assoziationen zwischen Historie und Gegenwart eröffnen. Die Bilder entstanden 2012/2013 im Rahmen mehrwöchiger Fotorecherchen der beiden Künstler in Athen. Ein Teil der Ausstellung wurde bereits 2012 in der Potsdamer Galerie „sans titre“ gezeigt.
K. T. Blumberg (Potsdam) zeigt neben Einzelbildern mehrere Bildpaare, in denen ein farbiges Motiv des heutigen Athen im Zentrum steht – Menschen und Alltagsszenen, in denen die gegenwärtige Krise spürbar wird. Diesem Motiv stellt die Künstlerin ein schwarz-weißes Bild zur Seite, das ein Fragment einer antiken griechischen Skulptur darstellt. Ausgewählt wurden meist Jahrtausende alte Portraits von Göttern, die durch ihre Beschädigungen einen eigentümlichen Reiz entfalten. Einige scheinen mit geheimnisvollem Wissen, andere mit verständnisvollem Lächeln oder mit Befremden auf die heutige Zeit zu blicken. Die meisten Einzelbilder sind im Athener Stadtteil Neo Faliro im Mai 2013 entstanden. Leitbild der Serie ist ein zeitgenössisches Bild von Athene – die Göttin der Weisheit, der Strategie und des Kampfes …
Dieter Seitz (Bonn) hat Orte fotografiert, in denen sich die Krise symbolhaft zeigt. Er kontrastiert sie mit großformatigen Portraits von Menschen, die das Geschehen skeptisch, angespannt, aber nicht ohne Hoffnung betrachten. Als Symbol der Krise sieht er etwa eine der zahllosen leer stehenden Investitionsruinen, umgeben von einem Zaun, an dem ironischerweise ein verrostetes Schild vor einem wohl längst nicht mehr existierenden Wachhund warnt. Oder er nimmt die Rüstungsgeschäfte ins Visier, lenkt den Blick des Betrachters durch ein Fadenkreuz und wirft so die Frage nach der Verantwortung an diesem Treiben auf. Die Portraits hat Dieter Seitz auf Wahlkampfveranstaltungen aufgenommen. Sie wirken in mehrfacher Hinsicht eindringlich: Die prüfenden Blicke und das wache Interesse der Menschen zeigen, welche Brisanz die gegenwärtige Situation für sie hat.
K. T. Blumberg und Dieter Seitz arbeiten seit vielen Jahren als Fotokünstler. Sie lernten sich im Rahmen ihrer Studien an der „Neuen Schule für Fotografie“ in Berlin kennen und wurden wiederholt in der Galerie Ruhnke ausgestellt. Ein jüngstes, von „Kulturland Brandenburg“ gefördertes Fotoprojekt beschäftigte sich mit dem vielzitierten Postulat von Friedrich II. „Jeder nach seiner Fasson“. Seine Ergebnisse wurden in Potsdam, im Museum Eisenhüttenstadt und in Frankfurt (Oder) gezeigt.


Fotoaustellung Programm PassaMera

PASSA MERA & Friends

Die aus Griechenland und Deutschland stammenden Musiker haben in den letzten Jahren zahlreiche Konzerte im Großraum Köln gegeben. Passa Mera ist die Band um das Ehepaar Kate und Kostas. Das Musikerpaar setzt auf renommierte Musiker, wie Nontas Ladas und Jerome Petrat, um dem Publikum kräftig einzuheizen. Die Band spielt in der Besetzung Vocals, Gitarre, Keyboard und Percussion.
Die Eigenkompositionen werden dem Publikum durch kleine Geschichten nahe gebracht. Die Musik selbst wirkt lyrisch, leicht und ungezwungen.
Internet: www.passamera.de


Vortrag & Diskussion Freitag, 14. Juni 2013
„Ein Schiff wird kommen“ – war einmal.
Weshalb die jetzige Krisenpolitik auch Deutschland schadet.
Referent: Dr. Steffen Lehndorff

Dr. Steffen Lehndorff ist Research Fellow in der Forschungsabteilung Arbeitszeit und Arbeitsorganisation am Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Arbeitszeiten, industrielle Beziehungen und nationale Beschäftigungssysteme im euro- päischen Vergleich.


CD Präsentation mit Alexandra Gravas, am Sonntag, 16. Juni 2013
„On the wings of love / Me tou Erota tis Ewodies“
mit Epaminondas Ladas (musikalische Begleitung) und
Sophia Georgallidis (Moderation und Videos)

„Es hat mich einige Jahre an Zeit gebraucht diese CD zu verwirklichen, aber in meinem Kopf und meiner Aura schwebten die Lieder die ganze Zeit..hin und her!! Den Mut zu fassen etwas ganz anderes auf CD zu singen, etwas „nicht klassisches“ hatte dann mein Herz doch überrollt….!
Ich habe wohl den Schritt gewagt dem heutzutage so gängigen Wort & Genre „Crossover“ in vielerlei Hinsicht vielleicht gerecht zu werden. Eine klassisch ausgebildete Stimme (Mezzosopran) singt ein „nichtklassisches“ Liedrepertoire und das auch noch auf meiner ersten persönlichen CD. Bisher habe ich auf meinen Konzertabenden dieses „Crossover“ des öfteren mit grossem Erfolg und Publikumsbegeisterung gesungen und jedesmal kam die Frage, „wann können wir diese Lieder endlich auch mal auf CD mit nach Hause nehmen.“ (Alexandra Gravas)


Vortrag & Diskussion am Freitag, 21. Juni 2013
„Versuchslabor Griechenland“ – Von der Wehrmacht zu Goldman Sachs
Referent: Dr. Werner Rügemer (Publizist)
„Griechenland ist ein extremes Beispiel dafür, wie die verschiedensten Mächte in Wirtschaft und Politik eines Staates hineinregiert haben, und zwar zum Schaden der Bevölkerungsmehrheit und zum Vorteil einer kleinen einheimischen Elite. Werner Rügemer gibt einen Überblick: vom NS-Regime während des 2. Weltkriegs, das britische Eingreifen nach dem Krieg mit Unterstützung der reaktionären Kräfte, dann die NATO bei der Einsetzung des Militärregimes. Der Schwerpunkt des Referats liegt auf den aktuellen Eingriffen der Europäischen Kommission, der Ratingagenturen, der Bank Goldman Sachs und des Internationalen Währungsfonds.“
Werner Rügemer, Jahrgang 1941, promovierte in philosophischer Anthropologie und ist heute als Freier Publizist, Berater und Lehrbeauftragter an der Universität Köln tätig.

weiterlesen>> 2. Teil der Dokumentation der Ausstellung

 

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