Freitag, 19. Oktober 2018, Blau und andere Befindlichkeiten, Austellungserföffnung, 19:30 Uhr, Berlin

Blau und andere Befindlichkeiten
Ausstellung mit Arbeiten
von Helena Katsiavara

Helena Katsiavara, Foto: Robert Mohren

Vom 19. 10. bis zum  30. November zeigt das TERZOMONDO in Berlin, die Werke von Helena Katsiavara. Helena Katsiavara wurde 1966 in Kirchbrombach / Hessen geboren. Seit 2009 lebt Sie in Köln, wo sie als freischaffende Künstlerin und Kunsttherapeutin arbeitet. Helena Katsiavara ist Mitglied der ΠΟΠ und seit 2014, 2. Vorsitzende unseres Vereins. Verantwortlich ist sie für den Bereich der Jugendarbeit und vertritt die ΠΟΠ als Jugendvertreterin bei der Vereinigung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften (VDGG). Gemeinsam mit Anja Hack war sie Mitinitiatorin des Jugendprojektes die „die MASKE – η ΜΑΣΚΑ“. Zusammen mit Jugendlichen aus Griechenland, Deutschland und Polen, fand dieses Projekt, das 2015 mit einem Workshop in Komotini (Griechenland) begonnen hatte, nach dreijähriger Dauer und nach zwei Theater- und Bewegungsworkshops in Köln, am 7. Mai 2018 mit einer großartigen Aufführung im Urania Theater seinen Abschluss. (Bericht zur Aufführung)

Ausstellungsdauer: Freitag, 19. Oktober 2018 bis Freitag 30. November 2018

Eröffnung: Freitag, 19. Oktober 2018, 19:30 Uhr
Finisage: Freitag 30. November 2018, 20:00 Uhr
Die Künstlerin wird anwesend sein.

Ort: TERZOMONDO, Grolmanstr. 28, 10623 Berlin

Telefon: +49 30 881 52 61
E-Mail: info [at] terzomondo . de
Internet: www.terzomondo.de


Über die Arbeit von Helena Katsiavara

Blau und andere Befindlichkeiten
von Robert Mohren

Foto: Robert Mohren

„Der Mensch ist unter dem blauen Himmel geboren. Und unter dem blauen Himmel vergeht er. Dazwischen hofft er auf ein bisschen Heimatland, das ihm unter den Sohlen wächst.“ So hat es der slowenische Lyriker Aleš Šteger in ein paar Zeilen gefasst. Blau: Das ist auch für Šteger eine Farbe, die auf die Unendlichkeit verweist – und neue Chancen, sich in ihr einzurichten.
Helena Katsiavara spielt auf sehr persönliche Weise mit unterschiedlichen Traditionen. Dabei arbeitet sie mit universellen Archetypen und Symbolen. In ihrem künstlerischen Schaffen fließt die intensive Beschäftigung mit der griechischen Mythologie und Märchen als prägendes Element ein.

Foto: Robert Mohren

Sie verwendet meist Briefe, Tagebuchnotizen und vorher angefertigte Skizzen, die sie in einer Sammlung von Bildern anlegt, in denen sie Motive in Gruppen zusammenfasst.
In ihren Bildern, oft in Öl, Tusche und Grafit gemalt, dominieren erdige Farben sowie oft die Farbe blau in dünn aufgetragenen Schichten auf Papier und Leinwand. In Katsiavaras Werk begegnen uns sowohl naturalistische Elemente als auch farbenprächtige Spiralen und Wellenranken, sowie mysteriöse Wesen und Tierfiguren.
In der bildnerischen Vorgehensweise wird deutlich, dass Katsiavara das Fremde als Bestandteil der eigenen Position versteht. Und so sind es Ihre Zeichen aus denen Sie sich ihre Kosmologie malt und gestaltet. Ihre Bilder könnte man auch als eine Art Wandmalerei-Fragment bezeichnen.
„Blau und andere Befindlichkeiten“ sind eben keineswegs nostalgische Darstellungen einer untergegangenen Welt der ‚guten alten Zeit‘, sondern vor allem die Erforschung und das Ausloten des eigenen Seins. Dies wird beispielsweise in Katsiavara´s Gemälde „Renaissance“ deutlich.
In der großformatigen halbabstrakten Mischtechnik auf Papier erscheint der Mensch als mysteriöses Wesen, sitzend auf einem Maultier, umgeben von zwei weiteren Reitern – Verbindungslinien weisen den Weg. Hier wird Katsiavara sichtbar als eine Künstlerin, der es um Spiritualität und religiöse Praxis jenseits exotischer Attitüden geht.
von Robert Mohren