Samstag, 15. Dezember 2018, GRIECHISCH DEUTSCHES SINFONIEKONZERT, 18:00 Uhr, Köln

Samstag, den 15. Dezember 2018, 18:00 Uhr

GRIECHISCH DEUTSCHES
SINFONIEKONZERT

Orchester der Universität Makedonien, Thessaloniki mit dem Jugendsinfonieorchester, Köln
Leitung: Georgios Vranos
Werke von Mendelssohn, Konstantinidis, Skalkottas und Bernstein

Orchester der Abteilung für Musik, Wissenschaft und Kunst der Universität Mazedonien, Thessaloniki.

Veranstalter: Rheinische Musikschule, Köln
Ort: Aula der Humanwissenschaftlichen
Fakultät der Universität zu Köln
Gronewaldstraße 2, 50931 Köln
Internet: Rheinische Musikschule, Köln
Eintritt: frei
Flyer: hier


PROGRAMM

Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809 – 1847)
Sinfonie Nr. 5 „Reformation“
Andante. Allegro con fuoco
Allegro vivace
Andante
Choral „Eine feste Burg ist unerGott“
Andante con moto – Allegro vivace – Allegro maestroso
Pause
Giannis Konstantinidis (1903-1984)
„Dodekanesische Suite Nr. 1“
Nikos Skalkottas (1904-1949)
3 Tänze für Orchester
Ipirotikos Nr. 1 und 2, Chostianos
Leonard Bernstein (1918 – 1990)
Sinfonische Tänze aus „West Side Story“
Georgios Vranos, Leitung
Alvaro Palmen, Einstudierung des Jugendsinfonieorchesters Köln


Orchester der Fakultät für Musik, Wissenschaft und Kunst der Universität Makedonien, Thessaloniki.

Als 1998 die Fakultät für Musik, Wissenschaft und Kunst der Universität Makedonien die ersten Studenten aufnahm, wurde gleichzeitig das Orchester gegründet, um den Studenten neben der solistischen Ausbildung auch Orchestererfahrung zu bieten. Aus dem anfänglichen Streichorchester wurde nach und nach ein volles Sinfonieorchester. Seitdem gibt das Orchester mindestens jedes Semester ein Konzert in Thessaloniki, aber auch in Nordgriechenland und anderen griechischen Städten. Gleichzeitig gibt es jungen Künstlern aller Hauptfächer (Instrumentalisten, Sänger, Komponisten, Dirigenten), die den jährlichen hochschulinternen Wettbewerb gewonnen haben, die Gelegenheit, mit griechischen Werken und internationalem Repertoire als Solist auf der Bühne zu stehen. Seit 2010 wird das Orchester von Georgios Vranos, Associate Professor für Orchesterdirigieren geleitet.

Georgios Vranos wurde 1969 in Athen geboren und studierte als Stipendiat der Alexander-Onassis- Stiftung an der Münchener Hochschule für Musik und Theater bei Professor Hermann Michael. An der Universität Makedonien (Department of Music Science and Art) ist er seit 2010 zunächst als Assistant Professor seit 2015 als Associate Professor für Orchesterdirigieren.

Georgios Vranos arbeitet regelmäßig mit den großen griechischen Sinfonieorchestern zusammen, wie dem Staatlichen Orchester Athen, der Nationaloper Athen, dem Rundfunksinfonieorchester Athen und dem Sinfonieorchester Zypern und war von 2014 bis 2017 Chefdirigent des Staatlichen Orchesters Thessaloniki. Höhepunkt seiner Amtszeit dort war die 2017 vom „Deutsch-Griechischen Zukunftsfonds“ des Außenministeriums der Bundesrepublik Deutschland finanzierte Konzertreise nach München mit einem bewegenden „Gedenkkonzert für die Opfer des Holocaust aus Thessaloniki“ im Münchener Herkulessaal.

In Deutschland machte er sich einen Namen als 1. Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor am Landestheaters Coburg (2008 – 2010), als Kapellmeister am Theater Pforzheim (1997 – 2003) und am Theater Regensburg (2003 – 2008). Dort war er auch 2004-2005 kommissarischer Generalmusikdirektor. Außerdem dirigierte er das Kammerorchester Pforzheim.

Das junge Publikum und die Förderung junger Künstler ist ein besonderes Anliegen von Georgios Vranos. Im Januar 2017 ehrte ihn die Aristoteles-Universität Thessaloniki für dieses Engagement.

Yiannis Constantinidis ist in Izmir geboren und studierte an der Universität der Künste Berlin. Er hat eine Vielzahl von Werken mit Bezug auf die Rhythmen und Melodien der Dodekanes-Inseln geschrieben. Die „Dodekanesische Suite Nr.1“ wurde im Jahr 1948 geschrieben, und verarbeitet die Rhythmen und Melodien der Dodekanes-Inseln. Sie ist dem Schweizer Musikwissenschaftler Samuel Baud-Bovy gewidmet, aus dessen Sammlung „Chansons du Dodécanèse“ (Lieder aus der Dodekanes) die Themen für seine Suite entnommen sind. Der melodische und rhythmische Reichtum der griechischen Musik wird in den Kompositionen von Konstantinidis durch Elemente der westlichen Harmonie in einer sehr feinen und geschmackvollen Art erweitert.

Nikos Skalkottas stammte aus einer Musikerfamilie und studierte am Athener Konservatorium und an der Berliner Musikhochschule. Er war Schüler u.a. von Kurt Weill, Philipp Jarnach und ab 1927 von Arnold Schoenberg. Viele Aufzeichnungen belegen die außerordentliche Wertschätzung Schoenbergs für seinen Schüler Skalkottas. Nach seiner Rückkehr 1933 nach Griechenland, arbeitete er als Geiger im Staatsorchester Athen und widmete sich seit 1935 dem Komponieren. Mit Ausnahme der 36 griechischen Tänze, gelten seine Werke als verschollen, da sie unveröffentlicht, unaufgeführt und  völlig unbekannt geblieben sind. Seine Musik lässt sich schwer einer musikalischen Stilrichtung zuordnen. Seit einigen Jahrzehnten wächst das Interesse an seiner Musik und er gilt heute als ein Geheimtipp der Musik des 20. Jahrhunderts.

Quelle und Fotos: Jugendsinfonieorchester Köln